An den Wanderer
Weltenumspannende Einsamkeit
in der ewigen Fülle des Augenblicks
Namenlose Weite des Ichs
verbundenes Sein, manchmal verstrickt
in klebenden Fäden verlorener Ängste..
Säend erntend, suchend ohne zu suchen
nahtlos fühlend das Ich bin
manchmal am Bahnhof stehen, aus alter Gewohnheit
und um den Zug trauern
an dessen Kommen du nicht mehr glauben kannst
weil dir der Glaube verging, ebenso wie die Hoffnung
im Licht der selbstbestimmten Schöpfung
Sich selbst als Wunder erkennend
verwundet vom eigenen Sein
in der Stille
Manchmal Begegnung, Wärme
Selten erhört der lautlose Schrei
der du bist
ein Weckruf in schlafender Welt
Alles ist gut sagt der Horizont
in der Einfachheit dich findend
alles ist hier, alles ist jetzt, alles ist gut
Manchmal verstummt das herzliche Flüstern
und wieder fängt der Zweifel dich ein
Betäubender Lärm gedachter Gefühle
angstbestimmtes Wollen
achtloses Getriebensein
reichen die Hände sich
in den Strassen der Stadt
Du mit Dir all-ein und ferner als fern
dem geteilten Erleben
mit einer Welt, die du nicht als die deine erkennst
und deren leitende Sterne
nicht im unendlichen Meer des Namenlosen leuchten
Selten ein Raum des Gefühltseins
Das Atmen fällt schwer
in verwirrter Dichte
Getragen, geborgen nur in dir selbst
und im Fühlen der Liebe in allem
vorallem in der Natur
Ein Fremder in einer entfremdeten Welt
ein Bote, dessen Botschaft
im Nebel verhallt
und doch in Herzen widerschallt
die sich ihres Selbsts erinnern
das du auch bist
Der Moment fällt schwer
auf der Suche nach bleibender Einfachheit
Sich weitender Blick-
ein wahrer König
eines gegenwärtigen Herzkönigreichs
im Moment, da sich Gewahrsein
in die Unendlichkeit dehnt
und alles aus tiefstem Herzen umfasst
In der Welt ein Wanderer, ohne Reich, ohne Thron
Wege eröffnend, dass Könige sich krönen
im Gewahrsein des Jetzts, selbst Könige zu sein
um als König der Herzen,
als Diener der Liebe
jedem auf gleicher Höhe
in die Augen des Himmels zu blicken
und endlich zu teilen die Wahrheit
der Seele, die längst vergessen in der Asche,
nach dem Atem des Bewusstseins ringt
und immer noch glimmt
immer noch glimmt
immer noch glimmt
All das nur ein Hauch, wenige Düfte
aus einer Vielzahl von Düften
aus der Gischt von Wellen,
deren Geschmack der Wind über die Berge mir treibt
Du selbst das Meer und der Wind und die Wellen
der Strand und der Himmel
der sich spiegelt im Meer
und selbst das noch nur ein Hauch der Unendlichkeit
wortunbegreiflicher Schöpfungsweiten
die nie geschöpft und doch gesehen
sich durch dein Sein
verlebendigt.
Eingezogen die Fühler nun, von einem Ich zum Du
bin ich alles Gefühlte was je gefühlt
alles Gedachte, was je gedacht
und alles was ist
selbst wenn es nicht ist
im bewussten Gewahrsein
und bin dies
und bin es nicht
mich nur in allem erkennend
weil ich Liebe bin
so wie du Liebe bist
im ewigen Jetzt
einfach und klar
unbeirrt und wahr
sich im Kleinsten und Grössten erfühlend
wortlos und wortreich, von innen und aussen.
Welch Gnade des "Aussens", das sich
sich selbst erkennend im Innern
eins und einfach weiss
und doch in der Vielheit erscheinend,
dem anderen Ich liebe dich sagt.
Wieviele Worte der Übersetzung
wieviel Zeit des Beschreibens für einen Moment
Zurück in den Fluss übergeb ich die Botschaft
und schon ist die Zeit nicht vergangen
nur ausgedehnt ein Moment
der ein Tropfen des Flusses ist,
der unbewegt bewegt
sich dem suchenden Auge
in der Strömung entzieht...
Ich wünschte, ich könnte dir einen Platz schaffen,
weich wie ein Bett voller zarter Federn,
vor einem warmen brennenden Kaminfeuer,
wo deine Seele zur Ruhe kommt.
Ich wünschte, ich könnte dir einen Raum schaffen,
so weit wie der Ozean und die Wüste,
oder der Blick eines Adlers von hoch am Horizont,
damit du die Klarheit bewahrst.
Ich wünschte , ich könnte dir die Geborgenheit
im Sein schenken, die du brauchst,
um deine Flügel auszubreiten und zu fliegen,
dem Stern deines Wesens entgegen,
um mit ihm zu verschmelzen.
Ich wünschte ich könnte dir Zeit schenken ,
in der jeder Moment die Ewigkeit umspannt,
in Momenten, in denen dein Atem kaum bis zur Lunge reicht,
und du nicht weisst , wie du all die Dinge erledigen sollst, die deiner Hinwendung bedürfen.
Ich wünschte, ich könnte dir Sonne sein an kalten Tagen,
und Schatten, wenn dich die Hitze zu versengen droht.
Ich wünschte ich könnte dir Erde sein,
die deine Wurzeln umfängt und dich trägt
und ich wünschte, ich könnte dir Stern sein
in finsterer Nacht.
Doch auch Nacht möcht ich sein und dunkel,
auf dass ich deinen Stern umhüllen kann .
Ich wünschte, ich könnte dir Herausforderung sein und Halt,
Ich wünschte ich könnte dir Frühling sein
und Sommer und Herbst und Winter.
Ich wünschte, ich könnte dir einen Platz schaffen,
wo du dich zuhause fühlst,
doch alles, was ich habe, ist mein Herz,
das alle diese Plätze enthält.
Mein Herz ist bei dir....
An die Liebe !
Du bist mein Anfang
mein Weg
mein Stern
meine Mutter,
mein Vater,
mein Leben,
mein Sinn
mein Ziel
mein Sein.
Du hast mein Herz
geöffnet
die Mauern
erschüttert
durchbrochen
niedergerissen
verbrannt
und weggespült
Immer wieder bin ich
in dir gestorben
und auferstanden.
Du bist mein Schutzengel
mein Geliebter
meine Schutzbefohlene
ich lebe
ganz dir hingegeben
in deinem Schoss
trinke von deiner Quelle
.jeder Atemzug
ist dir gewidmet.
Wie oft hab ich eure Seelen gesehn
in einsamer Nacht voll bitteren Flehns,
doch kannt ich eure Körper nicht;
die Stimme mir die Wahrheit spricht,
die tief in meinem Innern wohnt
und doch im höchsten Himmel thront.
Nicht allein muss ich reisen,auch ihr seid bereit,
in Geduld zu durchwandern den Raum und die Zeit.
Ich lieb euch, ich grüss euch, ich mache euch PLatz,
wir werden ihn finden,den vergessenen Schatz ♥
Meine Reise nach Anderland begann vor ein paar Wochen. Es war, als ob ein Ruf mich ereilte, ein vielgestaltiger Ruf , der sich aus dem Schatten erhob und immer konkreter wurde.
Und da waren 2 Engel. Der Engel des Lichts und der Engel der Dunkelheit. Gedankenverloren sassen sie da und spielten mit den Fäden des Schicksals. Still, fast unbemerkt, zog der Zug der Seelen an ihnen vorbei, um auf der Erde geboren zu werden.
Von den Flügeln des Engels der Dunkelheit tropfte Blut und das Ende des Fadens des Schicksals war verloren. Selbst der Tod als Tor lag wirkungslos am Boden. Das Wasser des Kelches war versiegt und über allem stand Tara, das Wesen der Erde und leuchtete den Seelen den Weg.
Nachdenklich schien sie und ratlos. Nichts war mehr, wie gehabt. Alte Pfade hatten sich im Nebel der Zeit verloren. Die Erde selbst, ihr physisches Kind war aus der Bahn geraten, abgeschnitten von den sternenden Welten, war sie nun ganz sich selbst überlassen. Alle Seelen waren gefangen in einem Gürtel, der sich unsichtbar um den Planeten gewoben hatte. Niemand kam hinein und niemand heraus. Die Seelen, deren Körper verfallen waren, blieben in der Zone des Gürtels und mussten wieder und wieder inkarnieren, mussten jede Erfahrung aus jeder Perspektive immer und immer wieder machen. Nach altem Recht wären sie schon längst in ihre Seelenheimat zurückgekehrt, doch dies war ihnen nun verwehrt. Die Portale waren seit Jahrtausenden verschlossen und selbst der Weg über Innererde versperrt. Auch dort warteten unzählige Seelen auf das Entstehen der neuen Brücke, die sie mit ihrer Heimat verband. Die Brücke aber war gebunden an das Bewusstsein der Menschheit, vorallem aber an das reine Herz, das die Erinnerung und den Klang der Ur-Heimat in sich trug. Vor langer Zeit war es auf die Erde gekommen und hatte menschliche Gestalt angenommen. Doch viele und viele Inkarnationen hatten es verletzt, viele hatten es zu vernichten versucht, doch immer noch lebte es und schlug jetzt im Körper einer Frau, die an der Last ihrer Aufgabe zu zerbrechen drohte. Sie hatte Gefährten, die sie schützten, ihr zur Seite standen, doch genügte das nicht. Sie musste sich dem Schattenstellen, dem dunkelsten Dunkel, das die gefallenen Engel auf der Erde je hervorbracht hatten, und in ihm das Licht der Einheit entfachen, das die Brücke erschafft und die Trennung besiegt. Sie begegnete ihm in der Gestalt eines Seelenfängers Und dies ist die erste Geschichte und wird auch die letzte sein und mehr, als um alles andere, geht es hier um des Menschen Hörigkeit und die Freiheit, die irgendwo am Ende wartet. Das Ende wird gleichzeitig der Anfang sein, wie jeder Tod eine Geburt. Unzählige Mythen ranken sich um den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis. Am Ende wird es ein einziger sein, wie es am Anfang auch war und wahre Liebe der Weg, die beiden als eins zu erkennen.
Als der Tag wieder mal ein Tag war
und eine traumschwere Nacht mir entglitt,
fühle ich mich wie geschunden
Der Körper tut weh
Immer wieder klopft die Angst an die Tür
und eine gewaltige Welle vertreibt mich
aus der Stille.
Doch da ist ein Anker
auf tiefem Grund
So mag es mich ein Stückchen treiben
doch ist da ein Seil,
das in meinem Herzen ansetzt
und mich mit meinem Seelengrund verbindet.
Und wie ein Seemann
zieh ich am Seil
und das Seil zieht mich
näher zu mir, näher zu dir.
ja, da ist ein Ankommen oder manchmal auch ein Sich Hineinwohnen im Nichtankommen.....und da ist ertraurigtes Wissen aus der ohnmächtigen Einsamkeit ungeteilten Empfindens, ein Ertrinken in den eigenen Gefühlen auch , unfähig einen anderen wahrzunehmen, im Karussel des Hoffens , Wünschens und Sehnens und da ist Liebe, sobald sich die Bereitschaft gebiert die geträumte Wirklichkeit aufzugeben für das Gewahrsein des Augenblicks und die gedachten Gefühle verblassen wenn die Geistessonne des Bewusstseins die Seele erleuchtet und Kinderaugen staunend sich dem Wunder Leben öffnen, nichts erwartend, alles willkommenheissend, das sich als Geschenk dir verschicksalen will..
Aus der Tiefe deiner Seele eine süsse Stimme klingt, spinnwebzart und selbstvergessen sie von fernen Weisen singt.
Sie singt von den Tagen des Sturms, da der Wind des Sehnens, Wellen gegen die Klippen deines Verstandes schlägt.
Sie singt von den Tagen der Trauer, da ein geliebtes Schiff den heimatlichen Strand verlässt.
Sie singt von den Tagen der Reise, da fremde Pfade dir zu eigen werden.
Sie singt von den Tagen der Heimkehr, in ein Zuhause, das immer in dir war.
Sie singt von blühendem Leben, das zärtlich deiner Liebe harrt.
Sie singt von Tagen unendlicher Freude, einer übersprudelnden Quelle, die deinem fühlenden Herzen entspringt.
Sie singt von den Tagen der Freundschaft, da Seele die Seele im andern erkennt.
Sie singt von den Tagen der Liebe, die ungezähmt der Allgegenwart entweichen,
ungebrochen wie die Stimme, die aus der Tiefe deiner Seele singt.
Nebel kriecht aus der Erde
Wolken verdecken den Blick
Eisiger Regen fällt auf die Bäume
Schwer atmen die Äste Sturm
Dunkelzeit
Der Baum des Lebens verhüllt
von blassblauen Schleiern
erfror'ner Gefühle
Gedanken blitzen auf
und verglühen
sternschnuppengleich.
Irrlichter flackern im Stimmungssumpf
Dumpf flüsternde Ahnung
einer Heimat jenseits des Nebels
Verirrter Jäger ersinnt den Pfeil
in den Hallen des Herzens gebrannt
aus der Glut sanften Willens geschmiedet,
zieht den Bogen und feuert ihn ab
mit der not-endenden Kraft des Ertrinkenden
der um den letzten Atemzug ringt.
Der Pfeil durchtrennt die Dunkelheit
wie Phönix entsteigt er
den luftigen Sümpfen
schüttelt Erdenschwere ab
bis er dem Ziele verschmilzt
Nebel irrt durch die traumleere Stadt
Wolken umsäumen das Meer der Gefühle
undefinierbares, graues Nichts
Hinter all den gespenstischen Schleiern
einsam geborener Kopfgeburten
brennt unauslöschlich das Seelenlicht
das flüsternd singt: Vergiss mich nicht!