Gegenwärtig Sein - Friedvoll Sein
Einfach sein, im Moment sein, präsent sein.
Nicht mehr flüchten, kein Empfinden zurückweisen, alles sein lassen im Wissen um die Wandelbarkeit des Jetzt. Jede Flucht vor etwas, jede Überhöhung, jedes Verleugnen bringt jene Selbstentfremdung hervor, die aus gefühlter Nähe Unnahbarkeit macht.
Liebendes Gewahrsein für alles, das dir aus deiner Wahrnehmung und aus deinem Sein erwird, ist jener Zustand des inneren Friedens, der die Möglichkeit, alles zu sein, in sich trägt. Es ist das Zulassen, das Seinlassen, das, frei von Haltung oder forcierter Einstellung, ein ursprüngliches Gefühl von Lebendigkeit birgt.
Ein JA zum Leben, wie zum Erlebten, ist ein bedingungsloses Ja zu sich selbst, das sich in der Frische ständiger Wandlung immer aufs neue gebiert..
Gefühle anzunehmen wie das Wetter....Ein "Es ist, was es ist" im Herzen zu tragen..
Einsamkeit, Trauer, Hoffen, Sehnen, Bangen, Wut, Freude, Lachen, Reden, Schweigen...Alles ist, was es ist...Sich in all dem sein zu lassen, bringt jene Ich-Nähe hervor, jenes Ich-Empfinden, das nichts ausschließt, das keine Grenzen kennt, keine Grenzpatrouillen aufstellen muss, um sich zu schützen.
Wie oft identifizieren wir uns mit einem der Wächter unserer Moral, unserer Überzeugungen, unseres Selbstbildes,und meinen, er sei unser Ich.
Das Ich ist grenzenlos...zeitig und zeitlos...als Kontinuität erfahrbar im liebenden Gewahrsein der sich stetig weitenden und engenden Wahrnehmung. Die Welt, die uns zu umgeben scheint, ist in uns, ebenso wie das Leben. So sind wir gleichermaßen TEIL und HORT des Lebens und der Welt. Es ist die Synchronizität zweier Bewusstseinszustände, die erst durch dieses gemeinsame DASEIN ein Ich bilden, das grenzenlos ist und einzigartig zugleich, von nichts und niemanden getrennt, weil es keinen platzeinnehmenden Raum einnimmt, wie wir uns das zuweilen vor-stellen.
Über Worte, die auszogen das Fürchten zu lernen, und den Jäger, der sie erschoss
oder eine Ode an den Jäger und die Rehe in uns :-)
Worte wie Rehe
betreten die Lichtung
scheu, weil schon so
viele von ihnen erschossen wurden
vom Jäger, der am Hochstand sitzt
mit geladenem Gewehr
die Worte erwartend
um sie zu erlegen
zu entblössen den
der sie spricht
und doch
allein die Tatsache
dass sie sich noch
auf die Lichtung trauen,
die Worte,
beweist Vertrauen,
und Bereitschaft
erschiessen zu lassen
was erschossen werden will
zu erkennen das,
was erkannt werden will
und gleichzeitiges Wissen
dass der selbst verwundete Jäger
ein Heger des Wahren ist
in Irgendzeit
das Gewehr auf die Seite legt
und Worte Worte sein lässt
und die Lichtung verschwindet
ebenso wie der Hochstand
und Worte wieder miteinander tanzen können
ohne einander wundenbedingte Bedeutung
zuzumessen, die sie manchmal nicht haben
und ohne sie zu sprechen
an der Oberfläche eines Seins
das mit verstehender Tiefe
und Demut in allem
nichts zu tun hat
und dann vielleicht
können Worte einander betrachten
ihr Verhalten studieren
um sich miteinander vertraut zu machen
und denen, die sie sprechen
um so vielleicht zu erkennen
dass der Heger zum Jäger wurde
weil Rehe ihm zu nahe kamen
und ihn in seiner Konzentration störten
sein Feld abgrasten
und immer mehr wünschten
ohne ihn in seiner Liebe
und in seinem Schmerz
gebührend zu heiligen,
ohne wahrzunehmen,
dass schon die Bereitstellung des Feldes
den Heger Überwindung kostet
ihm Vertrauen abverlangt
ein Eintreten in ein Heiligtum bedeutet
das ihm lebensnotwendig ist
und so die Worte, die Gesetze des Feldes missachtend
den Heger zum enttäuschten Jäger machten,
der ebenso erkennen wird,
dann wenn Vergebung einzieht
für Jäger und Gejagtes,
dass Verstehen ein Prozess ist,
dass einen anderen wahrhaft wahrzunehmen
völlige Selbstlosigkeit verlangt
und dass auch Rehe
sich bei der Treibjagd
anders verhalten
als auf friedvollen
lieblichen Auen
und selbst verwundete Jäger
obwohl sie Heger sind
manchmal auch Worte erschiessen
die zu heilen die Wunde
gesprochen wurden.
Für Zeiten des Nichtwissens
Bleib bei dir
Kind der Liebe,
bleib bei dir.
Sei der Anker, sei der Hafen
für das Schiff in stürmisch Zeit
bewahre Ruhe, halte Frieden
sei im Innern stets bereit
jedem Wesen zu vertrauen,
seinem Weg durch Zeit und Raum.
Auch wenn Zweifel Ängste bauen
sei dir gewiss, Angst ist ein Traum.
In des neuen Tages Lichte
nichts zum Scheitern ist gemacht,
was erhebt sich aus der Dichte,
denn in der Freiheit ist die Macht,
in grosser Klarheit dazustehen,
auch wenn wir oft den Weg nicht sehen.
Auch ein "Ich weiss nicht"
kann in Wahrheit
Ausdruck höchster Klarheit sein!
Denn ist es einmal eingestanden,
ist der Druck nicht mehr vorhanden,
dass alle Frag' nach Antwort schreit.
Manchmal ist die Frag' verkehrt.
Dieser Blick ist dir verwehrt
solange du nach "Wissen" trachtest.
Du besser auf Gefühle achtest,
die dir in aller Einfachheit
zeigen, was dein Herz begehrt.
Alte Lasten fallen leise
blätterleicht
vom Lebensbaum
Die Zeilen verblassen
im Buch der Erwartung
Leere Seiten
schaffen den Raum
Kelches gleich
zu empfangen
den herzvoll gehegten
innersten Traum.
Freude sprudelt
aus eigenem Brunnen
Glasklares Wasser
des ewigen Hains
Neue Ufer rufen
den Wandr'er
Neue Wege erblühen
im Sein.
Lang waren die Nächte des Feuers
das wir, es umkreisend, besangen
und unsere Lieder drangen
ins Herz der grossen Mutter hinein
Ihr Gesang waren Blumen, Gräser und Bäume
Berge und Seen, erblühende Räume
und unsere Stimmen erklangen
in einem verbundenen Sein
Selbst wenn wir träumten
auf silbernen Pfaden
und wir uns trafen
an Sternengestaden
schlug unser Herz noch
den Rythmus der Erde.
Es kamen die Tage des Regens
und enger wurden die Kreise
wir betanzten das Feuer
auf eine Weise
dass es sich in uns selbst ergoss
auch wenn es sichtbar
gänzlich erlosch.
Wir sind mit dem Feuer gegangen
die alten Lieder verklangen
Es kam die Macht der Dunkelheit
Gefaltet in ihren Schatten
ertrennte sich die zerstückelte Zeit
Was Euch heute und morgen
gestern und jetzt
ist uns ein einziger Fluss
an dessen Ufer wir wandern
dessen Wasser wir trinken
in dem wir in Demut
und Liebe versinken
Wir sehen den Fluss in den Sternen
und fühlen die Quelle des Seins
der wir entspringen und die wir besingen
ewiglicht mit dem Leben eins
Das Feuer wird wieder entzunden
in der Mitte der dunkelsten Nacht
für die, die die Quelle gefunden
für die, die das Wunder vollbracht
Mit dem Herzen zu sehen
was die Nacht verhüllt
den Schleier zu lüften
der den Zweck hat erfüllt
Ein neuer Morgen dämmert
im Antlitz der Mutter sogleich
und sichtbar für alle wird wieder
ihr ewig-himmlisches Reich.
.
Mit der Leichtigkeit der Feder
Und dem Wind, der sanft sie küsst
Sind getragen wir und leben
Herzverwurzelt, traumgegrüsst
In den Weiten uns'res Seins
Wind des Sehnens trägt uns weiter
Einer nahen Heimat zu
Kommt im Berührtsein erst zur Ruhe
Wenn sich das Ich begreift im Du…
I
„Was nun sich gebiert
ist die Wirklichkeit,
frei von Trennung, Hass oder Leid.
Die Kräfte des Chaos sind Diener nur
um zu weisen den Weg, im Ziehen der Spur,
die sichtbar ins Verderben führt.
So ist die Zeit des Sprungs gekommen,
Es weichen die Nebel vor keimender Saat
Noch sind viele sehr beklommen
doch jetzt erfolgt die Heldentat:
Der Mensch streift seine Masken ab,
und entsteigt dem ihm bereitet' Grab
Er wird sich seiner selbst gewahr
und wie ein ewig Liebespaar
gehen Körper und Seele nun Hand in Hand.
Verschwunden ist der Kriegsverband
ersetzt von strahlend, hellem Licht,
das Angst und Trauer ewig bricht."