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THEMA: Das Herz des Nichts

Das Herz des Nichts 1 Jahr 9 Monate her #104

Langsam tauchte sie
in das Meer des Nichts,
alle Vorstellungen verlierend,
wie sie zu sein hätte,
um der Liebe würdig zu sein
All ihre Wünsche und Ängste annehmend,
glitten sie von ihr ab
wie Kleider
und ihre Nacktheit
unterschied sich in nichts
von der Nacktheit des Meeres.

Und so wurde sie eins mit dem Meer
mit dem Wind, mit dem Stein
eins mit dem Geliebten
in dem Moment
wo sie im Dazwischen verschwand
wo sie aufhörte zu wissen,
dass es ihre Augen waren, die ihn suchten
als sie aufhörte zu wissen,
dass es ihr Herz war, das ihn liebte
Als sie aufhörte zu wissen, dass sie ein Ich war,
das sich nichts sehnlicher wünschte, als mit ihm zu sein.

Das Wünschen und Wollen verlor sie in dem Moment,
da sie es annahm und sich nicht mehr dagegen sträubte

Das Ich verlor sich
indem es sich der Liebe hingab
und in der Ichvergessenheit,
verlor sich auch das Wissen um die Liebe,
denn da war niemand mehr, der wissen konnte
kein Ich, das den Kopf über Wasser hielt,
aus Angst zu ertrinken
Kein Ich, das sich mit Körpergrenzen identifizierte,
noch mit einer Lebensgeschichte, die sich aus der Verknüpfung
von Bedeutungszuweisungen an Erfahrungen ergab.
Da war kein Du, das einem Ich gegenüberstand
Da war nur Liebe

In der Nacktheit der Liebe begriff sie sich
in ihm, im Meer, im Wind, im Stein..
Sie war nichts und alles...
Und nichts und alles war Liebe...
doch die Liebe wusste nicht um sich selbst
Sie schaute aus allen Augen, sie fühlte durch alle Herzen,
sie war nichts bestimmtes und doch jedes Etwas

Liebe ist blind...sie kann sich nicht sehen, denn es gibt keine betrachtende Instanz in ihr, die sich selbst reflektiert.
Liebe kennt kein Gegenüber ...doch in und durch jeden von uns, der sich in ihr entblösst erlöst, begreift sie sich, denn es sind wir-selbst, die wir uns in ihr begreifen, als Herz des Nichts, das sich in allem verwirklicht.
Ein Selbst in unendlichen Ausdrucksformen, das durch den Schleier der Vor-Stellung eines begrenzten Ichs, und die
Fähigkeit den Schleier zu durchdringen gleichzeitig, sich selbst in Liebe als eins und viele erfährt.

"Erweitere dein Ich", sagte der Mond," indem du es annimmst, in der Ganzheit all deiner Empfindungen, deiner Gedanken, deiner Erfahrungen...Gestehe dir alles zu, verberge nichts, verleugne nichts, maskiere nichts und im Zulassen deiner selbst, in der vollkommenen Akzeptanz und im Gewahrsein deines So-Seins..verlieren sich die Grenzen, die dich zu einem getrennt scheinenden Wesen machen...es sind die Grenzen des "Inneren", die Grenzen zwischen dir und dir, die sich im aussen als Grenze zwischen dir und den anderen offenbaren und unmittelbare Wahrnehmung verhindern.
Wenn du alles sein lassen kannst, was in dir ist, dir selbst keine Grenzen mehr setzst, keinen Schatten von Urteil oder Erwartung auf dich legst, fallen die Grenzen zwischen dir und den anderen, und Leben wird ungeteilt und einfach.....
Du bist und bist nicht zugleich" Der Mond sprach in ihr, und sein Leuchten war das Leuchten einer Sonne

Und sie erinnerte eine Zeit, da sie nichts mehr fürchtete, als die Vorstellung der Einfachheit des Seins, in der Ich und Du erstirbt und kein "Ich liebe Dich" mehr auf ihren Lippen erblühen würde. Die Furcht hatte sich verloren, als sie endlich bereit war, ins Meer des Nichts zu tauchen, in dem ihr die Erfahrung von Milliarden von Ichs offenstand und sie begriff, dass der "Tod" des Ichs es unsterblich macht, indem er es weitet um die Unendlichkeit der Erfahrung
des Ichs im Du.

Es ist die Einfachheit des ungeteilten Nicht(ich)s Seins, die uns in der Verschiedenheit der Ausdrucksformen im Etwas
Sein die tiefe Geborgenheit des Einsseins schenkt.
(c) Lile an Eden ♥
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